"Reiten ist die Suche nach Schönheit, Gradlinigkeit und Wahrheit."
Nuno Oliveira
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Ein langes Reiterleben
Seit ich mich erinnern kann, hatte ich Pferde im Kopf. Ich wollte mit Pferden zusammen sein, sie striegeln, sie reiten, mich von morgens bis abends mit ihnen beschäftigen.
Meine Eltern waren davon nicht sehr begeistert, erkannten jedoch, dass gegen den Pferdevirus kein Kraut gewachsen ist.
So machte ich Urlaub auf Ponyhöfen oder durfte hier und dort Ponys oder Pferde reiten.
Ich war erfinderisch, fand und nutzte jede sich bietende Gelegenheit. Ich kümmerte mich um das Pferd, mistete die Box, half bei der Heuernte oder beim frühmorgendlichen Füttern im Stall. Dafür durfte ich reiten, auch schon in jungen Jahren.
Endlich Reitunterricht
Als ich 12 wurde, bekam ich endlich Reitunterricht. Ich hatte darauf hin gefiebert, denn die Reitschule nahm Kinder erst ab 12 Jahren. Glück hatte ich, einen alten preußischen Rittmeister zum Reitlehrer zu haben. Ich machte mein erstes FN-Reitabzeichen.
Als der Rittmeister nach 2 Jahren aufhörte, war der gute Unterricht leider vorbei.
„Guter“ Unterricht?
Für mich war (und ist) guter Unterricht erst einmal auf den Reiter konzentriert. Ich brauche das geschulte Auge, das meinen Sitz korrigiert und mir zeigt, welche Hilfen ich wie geben muss, damit das Pferd mich versteht. Guter Unterricht war (und ist) immer pro Pferd. Sätze wie: „Setzt dich endlich durch, der Gaul verarscht dich doch!“ habe ich vom Rittmeister nie gehört und mir war in jugendlichen Jahren schon intuitiv klar, dass da etwas nicht stimmen kann.
Es gibt immer einen Grund dafür, wie sich ein Pferd verhält. Wenn es versucht, sich der Aufforderung durch den Reiter zu entziehen, hat es vielleicht Schmerzen oder eine tief sitzende Verspannung oder Blockade oder schlechte Erfahrungen gemacht.
Meine damaligen Lehrer
Wie sehr wünschte ich mir, einen erfahrenen Lehrer zu finden, der mir bei der Erforschung dieser Ursachen half – leider viele Jahre lang ohne Erfolg. Ich nahm weiter Unterricht, machte ein weiteres Reitabzeichen, aber ohne dieses Glücksgefühl einer echten Beziehung zum Tier.
So konzentrierte ich mich mehr und mehr auf meine Pflegepferde und versuchte zu ergründen, was sie mir mitteilen wollten. Sie wurden meine Lehrmeister, sie schulten mein Gefühl und sensibilisierten meine Wahrnehmung.
Pflegepferde
Da ich mit 14 Jahren bereits den Ruf hatte, ganz gut reiten und besonders mit schwierigen Pferden umgehen zu können, begann die Zeit der Pflegepferde. In erster Linie hieß das, ich ritt Pferde für ihre Besitzer. Ich hatte nie Angst vor Pferden, egal wie „aggressiv“ sie galten oder wie „unreitbar“. Offensichtlich hatte ich trotzdem ein gutes Gespür für Grenzen, denn manche der Pferde waren wirklich gefährlich und trotzdem ist mir all die Jahre nie etwas passiert.
Einige Pferde ritt ich, weil die Besitzer nicht mit ihnen zurecht kamen und sie jemanden brauchten, der die Pferde für den Verkauf vorbereitete. Es brach mir jedes Mal das Herz, wenn ich ein solches Pferd gehen lassen musste, aber ich sagte nie „Nein“, wenn mir ein Pferd angeboten wurde.
Teilweise waren es bis zu 5 Pferde am Tag, die ich mit Hingabe (und neben der Schule) ritt und versorgte. Und wenn der Schmied kam, um eines „meiner“ schwierigen Pferde zu beschlagen oder der Tierarzt zur Behandlung, war ich natürlich im Stall, anstelle in der Schule. Die Beziehung zu „meinen“ Pferden war mir das Wichtigste. Sie vertrauten mir und dieser Verantwortung wollte ich gerecht werden.
Mein Traum vom eigenen Pferd
Nach vielen vielen Jahren mit meinen geliebten Pflegepferden erfüllte ich mir im „zarten“ Alter von 46 endlich meinen Traum vom eigenen Pferd. Ich hatte so viele traumatisierte, aggressive oder kranke Pferde erlebt, dieses neue Kapitel wollte ich unbedingt mit einem ungeschriebenen Blatt beginnen. Und es sollte eine Morgan Horse Stute sein, denn in diese Rasse hatte ich mich während eines Urlaubs hoffnungslos verliebt. Und so kaufte ich mir ein Jährlingsfohlen aus guter Aufzucht, meine wunderbare Stute GHB Blackfeet Lilly.
Die Ausbildung von Lilly (und mir)
Im Alter von 2 Jahren holte ich mein kleines Stütchen vom Züchter. Von Anfang an hatten wir eine tiefe Verbindung zueinander. Von den Morgan Horses sagt man: „The horse that chooses you.“ und das stimmt!
Viele Kilometer sind wir seitdem miteinander gewandert, Lilly oft im Freilauf wie ein Hund. Ein Pony zum Wanderreiten hatte ich gesucht – und gefunden. Sie liebt es, wenn wir zusammen unterwegs sind, ob zu Fuß oder unterm Sattel. Und sie hat alle Eigenschaften eines perfekten Trail-Ponys: flacher, raumgreifender Schritt, keine Angst vor nichts, auf allen Wegen flott voran und eine enorm große Leistungsbereitschaft.
Unser Weg zur Akademischen Reitkunst
Als mein Pony 3 Jahre alt wurde, setzte ich mich zum ersten Mal auf seinen Rücken und begann dann, sie behutsam aufs Reiten vorzubereiten. Wir gingen nach wie vor viel Wandern und unterwegs ließ ich mich hin und wieder für ein paar Minuten tragen.
Dass dies eine entspannte Gewöhnung ans Reitergewicht ist, aber keine systematische Ausbildung war mir klar und so ging ich noch einmal auf die Suche nach einer Reitweise, die Lillys Tragfähigkeit schulen und mir dabei helfen sollte, mein Pony zu einem gesunden Reitpferd auszubilden.
So entdeckte ich die Akademische Reitkunst (AR). Eine Reitweise, wie ich sie mir immer gewünscht hatte. Eine Reitweise, die durch und durch auf Fairness und Wissen über Pferde basiert. Endlich habe ich meine reiterliche „Heimat“ gefunden und die geforderten Prüfung gemacht, um in den Kreis der „Ritterschaft“ aufgenommen zu werden.
Seitdem haben mich vor allem Bent Branderup, der Gründer der AR, und Jossy Reynvoet, lizensierter AR-Trainer Autor der Bitless-Art-Of-Riding inspiriert und begleitet. Aber auch von anderen großartigen AR-Trainerinnen und Trainer durfte und darf ich lernen.
Es ist einfach wunderbar, an dieser Gemeinschaft teilhaben zu dürfen, von dem Wissen zu profitieren und seinen eigenen Horizont stetig zu erweitern. Seit 2023 bin ich Mitglieder der „Knighthood of the Academic Art of Riding„
Geländereiten, Wanderreiten, Freiheitsdressur und Chiron Springen bereichern zudem unsere gemeinsamen Aktivitäten.

Masterson Method®
Als ich aus Neugier einen Masterson Method® Wochenend-Kurs besuchte, wusste ich sofort: „Das ist mein Ding. Das ist die Art mit Pferden umzugehen und ihnen zu helfen, die ich immer schon gesucht habe.“ So begann meine Reise zum zertifizierten Masterson Method® Practitioner.
Ich habe gelernt, auf kleinste Reaktion des Pferdes zu achten.
Ich habe gelernt, Pferden mit leichten Berührungen und sanfter Mobilisierung mentale und physische Verspannungen zu lösen.
Ich habe gelernt, dass die Masterson Method® hilft – oft mehr als ich erwartet hätte.
Es ist einfach eine fantastische Methode, Verspannungen und Bewegungseinschränkungen des Pferdes zu lösen.
Diese „Therapie im Dialog“ hat auch meine Art mit Pferden zu arbeiten geändert.
Mein Leben mit Hunden
Pferde und Hunde gehört seit ich denken kann zu meinem Leben. Mit Beiden gemeinsam fühle ich mich vollständig.
Kommunikation ist alles
Egal mit welchem Tier ich zusammen bin, die Basis ist immer die Kommunikation. Zuhören und verstehen, wissen, welche Signale man selbst aussendet und welche ankommen – die Sprache ist unterschiedlich, aber das Einfühlungsvermögen ist immer gleich wichtig.
Wissenschaftlich anerkannt
Im Training verwende ich nur Arbeitsmethoden, die wissenschaftlich anerkannt sind und auf den Lerngesetzen von Säugetiere basieren. Auf dieser Basis basiert auch mein Hundetraining. Ich habe eine zertifizierte Ausbildung abgeschlossen und meine Sachkunde im Sinne des § 11 Tierschutzgesetz ist anerkannt.
Gerne stehe ich Ihnen auch mit meiner mobilen Hundeschule zur Verfügung.
- 0228-9083948 / 0151-41293939
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